Forschungsprojekt

Morbus Parkinson

Bei der Parkinson´schen Krankheit (PK) handelt es sich um eine progressive, neurodegenerative Erkrankung. Obwohl meist sporadischer Natur, sind erbliche Varianten der PK bekannt. In diesen hereditären Fällen konnte teilweise ein direkter Zusammenhang zwischen Mutationen eines bestimmten Gens und PK hergestellt werden. Ist eine solche Mutation im Genom eines Menschen zu finden, wird dieser an PK erkranken. Die Analyse, inwieweit diese Mutationen zelluläre Mechanismen verändern/stören, gibt wichtige Hinweise auf die allgemeinen Pathomechanismen der PK.

In einem vom BMBF geförderten Projekt untersuchen wir mit Hilfe genetischer Screens nach neuen Interaktoren, welche die Pathologie der PK beeinflussen. Unser Schwerpunkt liegt in diesem Fall bei folgenden, mit hereditärer PK assoziierten Genprodukten: LRRK2, PINK1, Parkin und ∝-Synuclein.
In vorangehende Analysen ist es uns gelungen, Genprodukte zu identifizieren, welche ∝-Synuclein-induzierte Toxizität beeinflussen (Butler et al., 2012). Interessanterweise interagiert einer der identifizierten Faktoren, TRAP1 nicht nur mit ∝-Synuclein, sondern auch mit anderen PK assoziierten Genprodukten (PINK1, Parkin und HtrA2/Omi).

Neben den genetischen Interaktionen untersuchen wir mitochondriale Funktionen/Phänotypen, da viele der oben beschriebenen Genprodukte in/an Mitochondrien lokalisieren. Eine mitochondriale Dysfunktion in dopaminergen Neuronen von PK Patienten ist bekannt. Darüber hinaus werden viele Zelltodmechanismen durch die Abgabe von Cytochrom C aus den Mitochondrien angeschaltet. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge im Kontext der PK sind Voraussetzung für spätere therapeutische Ansätze.

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